Links und weiterführende Infos
Der Begriff „naturnah“ beschreibt alles, was der unberührten Natur in unserer Region sehr ähnlich ist.
Die drei wichtigsten Merkmale eines naturnahen Gartens:
- Heimische Wildformen: Es handelt sich um Pflanzen, die seit Jahrhunderten von Natur aus bei uns wachsen. Sie wurden nicht künstlich im Labor oder durch extreme Zucht verändert.
- Gefüllte vs. ungefüllte Blüten: Viele Zuchtblumen (wie gefüllte Rosen) haben prachtvolle, dichte Blüten, die aber keine Nahrung bieten. Naturnahe Pflanzen haben „ungefüllte“ Blüten – man sieht die Pollen im Zentrum, an die Biene und Hummel leicht herankommen.
- Das richtige Ökosystem: Naturnah bedeutet auch, dass die Pflanze an den exakt passenden Platz gesetzt wird (z. B. eine Waldpflanze in den Schatten, eine Magerwiesen-Pflanze in die pralle Sonne). Sie wächst dort so, wie sie es im wilden Wald oder auf der Wiese tun würde.
Auch in unseren Gärten zeigt sich der Klimawandel: die Sommer sind heiß und trocken oder stark verregnet, die Winter sind mild, Schnee und Eis bleiben aus. Durch kleine Umstellungen können wir unsere Gärten auf diese neuen Bedingungen einstellen.
Außerdem hilft jede entsiegelte, naturnahe Fläche, Hitze im städtischen Siedlungsraum zu reduzieren.
Viele weiterführende Infos finden Sie beispielsweise auf der Webseite des NABU.
Naturnah gestaltete, strukturreiche Gärten bieten gute Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen. Flächen mit heimischen Wildpflanzen sind dabei wertvoll für viele unterschiedliche Arten. Der "Artenfächer" zeigt 50 heimische Wildpflanzen auf und gibt Infos zu Blühzeit und -dauer, Standortbedingungen der Pflanze und von welchen Insekten sie genutzt wird.
Die Bayerische Staatsregierung hat Tipps und Gestaltungsideen für Privatgärten und -höfe zusammengestellt. Hier geht es zum Download der Broschüre.
Auch der Bund Naturschutz in Bayern hat praktische Tipps zum natürlichen Gärtnern.