Die THG-Bilanz berücksichtigt nur Emissionen innerhalb der Bilanzgrenze – also aus Haushalten, Verkehr, Gewerbe, Industrie und der kommunalen Verwaltung im Landkreis. Binnenverkehr wird voll erfasst, Ziel- und Quellverkehr nur anteilig. Der Bundesstrommix dient als Emissionsfaktor für Strom. Emissionen, die außerhalb der direkten Einflussmöglichkeit der Kommune liegen, bleiben unberücksichtigt.
Klimaneutral bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als wieder gebunden oder ausgeglichen werden – das nennt man auch Netto-Null. Im Fokus stehen dabei die Vermeidung und Reduktion von Emissionen. Nur unvermeidbare Emissionen werden durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert.
Ja! Jede*r kann mithelfen – z. B. durch energiesparendes Verhalten, Umstieg auf Ökostrom, mehr Radfahren oder ÖPNV-Nutzung, Photovoltaik auf dem Dach oder durch Engagement in lokalen Initiativen wie der Klimawerkstatt Unterhaching. Entscheidend ist: Vermeiden vor Ausgleichen.
Die folgende Grafik veranschaulicht, welchen Anteil Privathaushalte, Industrie und Mobilität jeweils haben. Es wird klar: Ob als Einwohner:in oder als Berufstätige:r in Unterhaching - wir brauchen die Initiative von jedermann und -frau!
Unterhaching hat mit 3,2 Tonnen CO₂ pro Kopf die niedrigsten Pro-Kopf-Emissionen im Landkreis – fast halb so viel wie der Durchschnitt. Der Schlüssel: langjähriges Engagement im Klimaschutz, unter anderem durch Geothermie, gemeindeeigene Förderprogramme, den Ausbau von Photovoltaik sowie die enge Zusammenarbeit mit Bürger*innen und lokalen Akteuren in der „Klimawerkstatt“. Auch eine der ersten Klimaschutzmanagerinnen im Landkreis wurde hier eingestellt.