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Fragen und Antworten zum Austausch der Wasserzähler in Unterhaching

Wasserzählerbügel

 

Warum werden neue Wasserzähler eingebaut?

Die Wasserzähler sind zur Sicherstellung eines stets korrekten Messergebnisses im Interesse des Kunden regelmäßig zu wechseln; dies sehen die eichgesetzlichen Vorgaben entsprechend vor. In der seit 2013 geltenden Trinkwasser-Verordnung wurde außerdem der zulässige Blei-Grenzwert im Trinkwasser weiter gesenkt. Unter ungünstigen Umständen kann aus den bisher verwendeten Messing-Legierungen auch bei neuen Zählern und Armaturen (Ventile etc.) eine nicht unerhebliche Menge Blei ins Trinkwasser abgegeben werden. Dies könnte zur Überschreitung des höchstzulässigen Bleiwertes in Ihrem Trinkwasser führen.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle Hauseigentümer in Unterhaching. In den nächsten 6 Jahren werden sämtliche Wasserzähler durch das Wasserwerk ausgetauscht – mit der Folge, dass dort, wo eine entsprechende „Halterung“ (Wasserzähler-Garnitur) noch nicht vorhanden ist, eine Nachrüstung notwendig wird.

Weshalb muss ich eine Wasserzähler-Garnitur (Wasserzählerbügel) einbauen lassen?

Die Hersteller ALLER Wasserzähler bestehen in der entsprechenden Einbauanleitung auf einem „spannungsfreien Einbau“ des Messgerätes. Bei Missachtung dieser Vorgaben (= nicht fachgerechter Einbau des Zählers) hat eine Versicherungsgesellschaft die Möglichkeit, eine Schadensregulierung bei Wasserschäden abzulehnen, wenn der Wasserzähler undicht wird oder bricht. Auch die Hersteller der Zähler haften nicht für Schäden, die durch unsachgemäßen Einbau entstehen. Die eichrechtlichen Vorgaben verlangen ebenfalls einen spannungsfreien Einbau, um die Messgenauigkeit des Zählers zu gewährleisten.

Die Wasserversorgungsanlage ist auch in der Wasserabgabesatzung der Gemeinde Unterhaching geregelt. Danach darf die Anlage nur nach den anerkannten Regeln der Technik unterhalten werden. Es dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. In der entsprechenden DIN heißt es unter anderem: „Bei Neuanlagen und bei der Veränderung alter Anlagen sind Halterungen, z.B. Wasserzählerbügel, für Hauswasserzähler einzubauen“.

Warum gibt es im Internet oder Baumarkt billigere Wasserzähler-Garnituren?

Hier ist Folgendes zu beachten: Das Material aller trinkwasserführenden Bestandteile muss laut Trinkwasserverordnung (und im Interesse der Bewohner!) aus Legierungen gefertigt sein, die das Umweltbundesamt in einer entsprechenden Metall-Bewertungsgrundlage freigegeben hat. Alle Dichtungsmaterialien müssen zudem eine Zulassung besitzen. Außerdem muss die Funktion des Rückflussverhinderers geprüft sein. Letztendlich sind ausschließlich zertifizierte Einbauteile zu empfehlen – diese tragen das DVGW-Prüfzeichen.

Bei billigen Produkten besteht die Gefahr, dass nicht alle genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Zudem bestehen diese Wasserzähler-Garnituren in der Regel aus einer Legierung, die bleihaltig ist.

Wenn Sie z. B. im Internet oder Baumarkt nach billigen Alternativen zu der von uns ausgewählten Wasserzählergarnitur suchen, beachten Sie bitte folgende Hinweise: Das Material aller trinkwasserführenden Bestandteile muss (in Ihrem Interesse!) aus Legierungen gefertigt sein, die das Umweltbundesamt in einer entsprechenden Metall-Bewertungsgrundlage freigegeben hat. Alle Dichtungsmaterialien müssen eine Zulassung nach KTW oder DVGW W 270 besitzen. Die Funktion des Rückflussverhinderers, der ebenfalls Bestandteil der Anlage ist, muss geprüft sein.

Letztendlich sind ausschließlich zertifizierte Einbauteile zu empfehlen – diese tragen das DVGW-Prüfzeichen.

Den Einbau eines Wasserzählers in Zählerbügel, die nicht nachweislich den rechtlichen Bestimmungen entsprechen, müssen wir entsprechend den Vorgaben der Trinkwasserverordnung und der Satzung ablehnen. Nachdem eine weitere Verschärfung der rechtlichen Vorgaben zu erwarten ist, verwenden wir ausschließlich bleifreie Messing-Legierungen mit entsprechenden Zulassungen.

Wie viel kostet eine Wasserzähler-Garnitur (Wasserzählerbügel)?

Eine Wasserzählergarnitur besteht neben einem Edelstahlbügel, der den Zähler spannungsfrei an der Wand hält, aus einem eingangsseitigen Absperrventil, zwei Ausgleichsstücken zum Einbau des Zählers und einem ausgangsseitigen Absperrventil mit integriertem Rückschlagventil.

Welche Kosten kommen zum Materialpreis noch dazu?

Die tatsächlich entstehenden Kosten werden im Einzelfall stark variieren und hängen vom Zustand der Trinkwasser-Installationsanlage im Haus ab. Eine allgemeine Aussage ist daher nicht möglich.

Bei einer „problemlosen Installation“ ist voraussichtlich mit Kosten im niedrigen dreistelligen Bereich zu rechnen. Bei „komplizierten Verhältnissen“ bzw. einem entsprechenden Alter der Installationsanlage können die Kosten aber auch wesentlich höher liegen.

Der ausgewählte Installateur kann sicherlich - eventuell nach einer Anlagenbesichtigung - genauere Auskunft geben.

Gesetzliche Grundlagen

Die „Satzung für die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung der Gemeinde Unterhaching (Wasserabgabesatzung - WAS -)“ in der Fassung vom 21.04.2010 ist die rechtliche Grundlage zur Versorgung der an die Wasserversorgungseinrichtung Unterhaching angeschlossenen Kunden.

Dort ist im § 10 die „Anlage des Grundstückseigentümers“ beschrieben:

(1) Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Ände­rung und Unterhaltung der Verbrauchsleitungen und der Wasserinstallation von der Übernahmestelle ab mit Ausnahme des Wasserzählers zu sorgen. Hat er die Anlage oder Teile davon einem anderen ver­mietet oder sonst zur Benutzung überlassen, so ist er neben dem anderen verpflichtet.

(2) Die Anlage darf nur unter Beachtung der Vorschriften dieser Satzung und anderer gesetzlicher oder behördlicher Bestimmungen sowie nach den anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geän­dert und unterhalten werden. Anlage und Verbrauchseinrichtungen müssen so beschaffen sein, dass Störungen anderer Abnehmer oder der öffentlichen Versorgungseinrichtungen sowie Rückwirkungen auf die Güte des Trinkwassers ausgeschlossen sind. Der Anschluss wasserverbrauchender Einrichtungen jeglicher Art geschieht auf Gefahr des Grundstückseigentümers.

(3) Es dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. Das Zeichen einer anerkannten Prüfstelle (zum Beispiel DIN-DVGW, DVGW-Zeichen) bekundet, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind.

(4) Installationsarbeiten an der Anlage des Grundstückseigentümers dürfen nur durch die Gemeinde oder durch ein Installationsunternehmen erfolgen, das in ein Installateurverzeichnis der Gemeinde oder eines anderen Wasserversorgungsunternehmens eingetragen ist. Die Gemeinde ist berechtigt, die Ausführung der Arbeiten zu überwachen.

Die Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001) beschreibt in der aktuellen Fassung vom 02.08.2013 folgenden Sachverhalt: § 17, Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser

(1) Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser sind mindestens nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu bauen und zu betreiben.

(2) Werkstoffe und Materialien, die für die Neuerrichtung oder Instandhaltung von Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser verwendet werden und Kontakt mit Trinkwasser haben, dürfen nicht den nach dieser Verordnung vorgesehenen Schutz der menschlichen Gesundheit unmittelbar oder mittelbar mindern, den Geruch oder den Geschmack des Wassers nachteilig verändern oder Stoffe in Mengen ins Trinkwasser abgeben, die größer sind als dies bei Einhaltung der allgemein aner­kannten Regeln der Technik unvermeidbar ist.

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber von Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser haben sicherzustellen, dass bei der Neuerrichtung oder Instandhaltung nur Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die den in Satz 1 genannten Anforderungen entsprechen.

In der aktuellen Fassung der DIN 1988-200 finden Sie im Punkt 11 „Leitlinien für Wasserzähleranlagen“ ausführliche Angaben zur Ausgestaltung einer Zähleranlage.

Gleichzeitig verweist diese DIN auf das DVGW-Arbeitsblatt W 406 (A) „Volumen- und Durchflussmessung von kaltem Trinkwasser in Druckrohrleitungen – Auswahl, Bemessung Einbau und Betrieb von Wasserzählern“. Das DVGW-Regelwerk gilt, wie auch die DIN, als allgemein anerkannte Regel der Technik. Diese ist nach Vorgaben der Trinkwasserverordnung und der Wasserabgabesatzung zwingend einzuhalten – sowohl vom Wasserversorger als auch vom Anlagenbetreiber.

Grundsätzlich muss das Material aller trinkwasserführenden Bestandteile (in Ihrem Interesse!) aus Legierungen gefertigt sein, die das Umweltbundesamt in einer entsprechenden Metall-Bewertungsgrundlage freigegeben hat. Alle Dichtungsmaterialien müssen eine Zulassung nach KTW oder DVGW W 270 besitzen. Die Funktion des Rückflussverhinderers, der ebenfalls Bestandteil der Anlage ist, muss geprüft sein.

Letztendlich sind ausschließlich zertifizierte Einbauteile zu empfehlen – diese tragen das DVGW-Prüfzeichen.

Der Einbau eines Wasserzählers in Zählerbügel, die nicht nachweislich den rechtlichen Bestimmungen entsprechen, müssen wir entsprechend den Vorgaben der Trinkwasserverordnung und der WAS ableh­nen. Nachdem eine weitere Verschärfung der rechtlichen Vorgaben zu erwarten ist, verwenden wir ausschließlich bleifreie Messing-Legierungen mit entsprechenden Zulassungen.

Die Auswahl des Zählers obliegt laut § 19 der WAS dem Wasserwerk.

Die Hersteller ALLER Wasserzähler bestehen in der entsprechenden Hersteller-Einbauanleitung auf einen „spannungsfreien Einbau“ des Messgerätes. Bei Missachtung dieser Vorgaben (= nicht fachge­rechtem Einbau des Zählers) hat eine Versicherungsgesellschaft die Möglichkeit, eine Schadensregulierung bei Wasserschäden abzulehnen. Wasserschäden können entstehen, wenn der Wasserzähler undicht wird oder bricht. Auch die Hersteller der Zähler haften nicht für Schäden, die durch unsachgemäßen Einbau entstehen.

aktuelle Situation

die bisher verwendeten Hauswasserzähler hatten den Vorteil, dass beim Zählerwechsel nicht das komplette Gehäuse aus der Installation entfernt werden musste, sondern lediglich eine „Patrone“ abzuschrauben war. Damit haben wir in den letzten 18 Jahren den Eingriff in Ihre Zähleranlage vermeiden und trotzdem den eichrechtlich vorgeschriebenen Austausch der Messpatrone alle 6 Jahre vornehmen können.

In der aktuellen, seit 2013 geltenden Trinkwasser-Verordnung wurde außerdem der zulässige Blei-Grenzwert im Trinkwasser weiter gesenkt. Unter ungünstigen Umständen kann aus den bisher verwendeten Messing-Legierungen für neue Zähler und Armaturen (Ventilen etc.) eine nicht unerhebliche Menge Blei in Ihr Trinkwasser abgegeben werden. Dies könnte zur Überschreitung des höchstzulässigen Bleiwertes in Ihrem Trinkwasser führen.

Die Trinkwasserverordnung zwingt also zum Umdenken bei der Auswahl von zukünftigen Wasserzählern.

Die Auswahl des Zählers obliegt laut § 19 der Satzung dem Wasserwerk.

In der aktuellen Fassung der DIN 1988-200 finden Sie im Punkt 11 „Leitlinien für Wasserzähleranlagen“ ausführliche Angaben zur Ausgestaltung einer Zähleranlage. („Bei Neuanlagen und bei der Veränderung alter Anlagen sind Halterungen, z.B. Wasserzählerbügel, für Hauswasserzähler einzubauen“).

Gleichzeitig verweist diese DIN auf ein DVGW-Arbeitsblatt W 406. Das DVGW-Regelwerk gilt, wie auch die DIN, als allgemein anerkannte Regel der Technik. Diese ist nach Vorgaben der Trinkwasserverordnung und der Wasserabgabesatzung zwingend einzuhalten – sowohl vom Wasserversorger als auch vom Anlagenbetreiber.

Wohin kann ich mich wenden, wenn ich noch Fragen habe?

Auskünfte erteilt gerne das Wasserwerk der Gemeinde Unterhaching

(Telefon: 089/66551-338; -339)

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