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Saatkrähen in Unterhaching

Seit mehreren Jahren gehört die Gemeinde Unterhaching zu den Orten, wo sich Saatkrähen zur Brut niederlassen. Die Saatkrähen und ihre Nester sind streng geschützt, da sich ihre Anzahl vor einiger Zeit deutlich verringert hatte. Mittlerweile hat sich die Populationen etwas erholt.  Saatkrähen stehen jedoch weiterhin unter Naturschutz, da sie deutschlandweit immer noch zu den seltenen Singvogelarten zählen.

Charakteristika & Lebensweise

Durch ihren auffallenden markanten hellgrauen Schnabelansatz und ihr metallisch glänzendes schwarzes Gefieder ist die Saatkrähe leicht zu erkennen. Sie gehört zu den vier europäischen Arten aus der Familie der Rabenvögel, ist aber nicht wie die Rabenkrähe ein Einzelgänger, sondern zählt zu den Kolonienbrütern. Dies bedeutet, dass zahlreiche Saatkrähenpaare zur selben Zeit auf einem Baum brüten.

Am Ende jedes Winters kehren die Saatkrähen in ihre Brutkolonien zurück und versuchen ihre vorhandenen Nester wieder in Stand zu setzen. Wenn diese zerstört worden sind, suchen sie sich neue nahegelegene Nistplätze aus, in denen sie dann im März mit dem Nestbau und im Anschluss mit der Brut beginnen. Versorgt werden die geschlüpften Vögel, sowohl als auch die Erwachsenen Vögel mit Insekten und Regenwürmern, aber auch mit Wurzeln und Samen. Die Jungvögel sind nach 5 Wochen flügge und Mitte Juni wird die Kolonie wieder verlassen.

Situation in Unterhaching

Die akustische Kommunikation unter den Saatkrähen, vor allem in der Brutzeit wird von vielen Menschen oft als sehr störend empfunden, da die Vögel sehr laute Töne von sich geben. Autos und andere Gegenstände werden von ihnen durch Kot, kleine Äste und Nahrungsreste beschmutzt.

Die Mehrheit der Menschen klagt deshalb darüber und hofft auf Maßnahmen, die von der Gemeinde unternommen werden sollen, um die Saatkrähen zu verdrängen. Vergrämungsmaßnahmen können jedoch nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Regierung von Oberbayern durchgeführt werden.

Die Gemeinde Unterhaching führt seit einigen Jahren solche Maßnahmen durch, zählt und kartiert jedes Jahr die Nester und kann so den Erfolg oder Missererfolg der genehmigten Maßnahme sehen. Meist ist es aber nur eine Verlagerung der Probleme, da die Vögel in unmittelbarer Nähe wieder einen Brutplatz suchen und sich dabei auch Splittergruppen bilden.

Wir bitten, die betroffenen Anwohner um Toleranz und Durchhaltevermögen. Die Gemeinde Unterhaching unterstützt die Hausverwaltungen bei der Antragstellung und dem Monitoring der genehmigten Vergrämungsmaßnahmen. Die grundsätzliche Verantwortung liegt jedoch bei den Grundstückseigentümer:innen selbst.

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